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3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Lernwochen

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt bei Ihren Auszubildenden wichtig?

Vielfalt und Diversität sind aktuelle Themen in der Gesellschaft und damit auch in der Ar-beitswelt. Beides sind Grundsteine, um im Team zu lernen und damit auch Toleranz und Ak-zeptanz zu entwickeln. In unserer Ausbildung legen wir nicht nur Wert auf das Vermitteln von praktischen und theoretischen Fachkenntnissen, sondern möchten gezielt auch die sozialen und persönlichen Kompetenzen unserer Azubis weiterentwickeln.

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Lernwochen von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Auszubildenden dazu leisten?

Innerhalb der Lernwochen haben die Azubis die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und je nach Wahl der Lernstätte Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Personenkreisen wie Senioren, Kindern, Geflüchteten oder Menschen mit Behinderung zu sammeln, die sie innerhalb der Ausbildung und vielleicht auch im Alltag in dieser Form nicht machen können. Durch den Einsatz in bisher unbekannten Arbeitsbereichen treten die Aus-zubildenden aus ihrer Komfortzone heraus. Dies führt dazu, dass Hemmungen und Vorurteile abgebaut werden können und sich unsere Azubis persönlich weiterentwickeln.

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Lernwochen mit Ihren Auszubildenden beschreiben?

Unsere Azubis gehen positiv und mit einer aufgeschlosseneren Einstellung aus der Lernwoche hervor. Die Reaktionen reichen von „Eine Woche ist zu kurz“ bis zu „Ich möchte nächstes Jahr gern wieder teilnehmen“. Außerdem lernen die Azubis sowohl die eigene tägliche Arbeit im gewählten Ausbildungsberuf, als auch die in den Einsatzstellen zu leistende Arbeit stärker zu schätzen.
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Antje Arlt
Referentin Personalentwicklung - GP Günter Papenburg AG

3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Soziale Lerntage

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt bei Ihren Schüler*innen im BVJ wichtig?

Das BVJ ist ein 1-jähriger Vollzeitbildungsgang und trägt in Vordergrund zur Erfüllung der Schulpflicht bei.
Die Jugendlichen in dieser Schulform kommen teilweise aus schwierigen familiären Verhältnissen und bringen einen sehr unterschiedlichen Leistungsstand mit, welcher von Jahr zu Jahr immer schlechter wird.
Aufgrund zunehmender Konflikte und fehlender Regeln im täglichen Leben finden wir die Förderung von Vielfalt sowie gegenseitige Akzeptanz und Toleranz sehr wichtig.

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Sozialen Lerntage von "MitWir-kung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Schüler*innen im BVJ dazu leisten?

Die gesamte Klasse befindet sich an einem Lernort. Dieser dient dazu, dass die Klasse in der Gemein-schaft sich bewähren muss. Des Weiteren lernen die Schüler an diesen Lerntagen sich gegenseitig zu unterstützen / helfen und entdecken noch manche Stärken an sich bzw. den Mitschülern. Die praxisorientierenden Lerntage eignen sich besonders für Jugendliche, welche noch unschlüssig in der Berufswahl sind. Sie haben die Möglichkeit bestimmte Fachkompetenzen in verschiedenen sozia-len Bereichen auszutesten.

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Sozialen Lerntagen mit Ihren Schüler*innen im BVJ beschreiben?

Die Lerntage unserer 2 Klassen im März 2019 fanden zum einen in der Lebenshilfe und zum anderen auf dem Schulbauernhof statt. Die Arbeit an den verschiedenen Lernorten war für die Jugendlichen sehr abwechslungsreich, interessant und lehrreich. Am Ende der Lerntage konnten die Schüler selbst noch einmal sehen, was durch ihre Unterstützung in den Objekten mit geschaffen wurde. Darauf waren unsere SchülerInnen sehr stolz, dass sie zur Ver-schönerung der jeweiligen Objekte mit beigetragen haben. Auch für uns Lehrkräfte war es sehr abwechslungsreich und wir lernten die Schüler auch von einer anderen Seite kennen und natürlich auch umgekehrt.

Wir fanden es alle sehr schön!!!!

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Ute Neumann
Lehrerin BVJ - Berufsbildende Schulen Mansfeld-Südharz

3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Lernwochen

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt Bei Ihren Auszubildenden wichtig?

Unsere Azubis kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens und kennen in der Regel nach der Schule nur die SONOTEC, welche für sie ein gewohntes Umfeld bildet. Die Arbeitswelt ist für die meisten Schulabgänger Neuland und sie müssen neben den fachlichen auch ihre sozialen Kom-petenzen noch entwickeln. Da die Soft Skills oftmals kein Ausbildungsinhalt sind, fallen diese im Alltag meist hinten runter. Für uns ist es wichtig, dass sich die jungen Erwachsenen auch diese Fähigkeiten aneignen, da sie auch im Unternehmen den Umgang mit den verschiedenen Menschen und Teams haben. Wir pflegen einen guten Umgangston und möchten dies auch den jungen Leuten mit auf den Weg geben. Der Lernauftrag bezieht sich jedoch nicht nur auf den eigenen Arbeitsplatz, sondern auch darauf den Blick mal etwas weiter wandern zu lassen und Vorurteile im Alltag abzubauen, sowie mehr Verständnis und Toleranz für seine Mitmenschen aufzubringen. Dies fördert die gegenseitige Wert-schätzung und den Respekt im Berufsalltag bei SONOTEC, sowie auch darüber hinaus.

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Lernwochen von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Auszubildenden dazu leisten?

Durch die Lernwoche haben die Jugendlichen ihre eigene Komfortzone verlassen und sich auf ein Expe-riment eingelassen. Das kostete natürlich einiges an Überwindung, in Verbindung mit einer gewissen Angst, was jetzt auf sie zukommt. Unsere Auszubildenden haben andere Bereiche der Arbeitswelt ken-nengelernt, die sie sonst so nie entdeckt hätten. Sie sind ein wenig über ihren eigenen Schatten ge-sprungen und haben so neue Erkenntnisse erlangt, die ihre eigene Entwicklung stärken. Am Ende konn-ten unsere Auszubildenden alle sehr stolz auf sich sein. Und wir als Unternehmen waren begeistert, wie reflektierend und mit wieviel Respekt sie von ihren Tätigkeiten in der Lernwoche gesprochen haben.

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Lernwochen mit Ihren Auszubildenden beschreiben?

SONOTEC hat im Jahr 2019 das erste Mal an der Lernwoche über die Freiwilligen Agentur teilgenom-men. Da diese Woche etwas Neues im Unternehmen war, standen unsere Azubis dieser zunächst skep-tisch gegenüber. Durch den sehr guten Vorbereitungsworkshop konnten erste Zweifel beseitigt wer-den und es wuchs auch eine gewisse Vorfreude. Nach der Rückkehr ins Unternehmen holten wir uns natürlich die Rückmeldung der Azubis ein. Diese waren rundum sehr positiv. Am Ende waren alle über-zeugt und gaben ein klares Signal, dass diese Woche auch ihnen etwas gebracht hat.
Für uns im Personalbereich und als Initiatoren dieses Ausbildungsinhaltes ist es sehr schön zu sehen, wie anerkennend die Reaktionen am Ende waren und wir werden dies auch mit den kommenden Azu-bi-Jahrgängen versuchen umzusetzen. Auch die Organisation der Freiwilligen Agentur war sehr profes-sionell. Unsere Ansprechpartner standen uns jederzeit vertrauensvoll und kompetent zur Seite. Für uns hat sich die Entscheidung als richtig erwiesen und wir sind davon überzeugt, damit einen Beitrag für ein Stück weit mehr Toleranz und Wertschätzung im Unternehmen und darüber hinaus geschaffen zu ha-ben.

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Jacqueline Sikora
Personalreferentin - SONOTEC GmbH

3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Soziale Lerntage

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt bei Ihren Schüler*innen im BVJ wichtig?

"Beim Berufsvorbereitenden Jahr handelt es sich um einen einjährigen Vollzeitbildungsgang zur Erfüllung der Schulpflicht mit dem Fokus auf Berufsorientierung und dem Erwerb beruflicher Handlungskompetenz. Die Schüler*innen haben während dieses Jahres außerdem die Möglichkeit, ihren Hauptschulabschluss zu erreichen. Die Klassen im BVJ setzten sich aus Schüler*innen zusammen, welche oftmals aus schwierigen familiären und sozialen Verhältnissen stammen und unterschiedlichste Bildungsbiografien und Leistungsstände mitbringen. Seit dem Jahr 2015 lernen außerdem vermehrt Schüler*innen mit Flucht- oder Migrationshintergrund in den BVJ-Klassen. Aufgrund dieser sehr hohen Heterogenität der Schülerschaft empfinde ich die Förderung von Vielfalt und – damit verbunden – von gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz als enorm wichtig."

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Sozialen Lerntage von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Schüler*innen im BVJ dazu leisten?

"Bei den Sozialen Lerntagen befinden sich alle Teilnehmenden an einem Lernort. Dies bietet den entscheidenden Vorteil, dass das Gemeinschaftsgefühl sowohl klassenintern als auch klassenübergreifend gestärkt wird. Der Arbeitseinsatz in variierenden Gruppen fördert so den Ausbau von Selbst- und Sozialkompetenz. Zudem haben die Schüler*innen die Möglichkeit, sich je nach Interessenlage in unterschiedlichen beruflichen Tätigkeitsfeldern auszuprobieren. Insofern sind die überwiegend praxisorientierten Sozialen Lerntage hervorragend dazu geeignet, den Jugendlichen erste Impulse zur beruflichen Orientierung zu vermitteln und deren Fachkompetenz auf verschiedenen Gebieten zu stärken."

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Sozialen Lerntagen mit Ihren Schüler*innen im BVJ beschreiben?

"Im September dieses Jahres absolvierten beide BVJ-Klassen unserer Schule (davon eine, in welcher ausschließlich Schüler*innen mit Flucht- und Migrationshintergrund beschult werden) zwei Wochen lang gemeinsam die Sozialen Lerntage, und zwar in Kooperation mit dem Peißnitzhaus e.V. Halle. Die Mehrzahl der BVJ-Schüler*innen äußerte sich im abschließenden Nachbereitungsworkshop sehr positiv zu dem Projekt. Genannt wurde hier an erster Stelle die Chance, bestehende Kontakte zu Klassenkamerad*innen zu festigen, als auch klassenübergreifend Freundschaften zu knüpfen. Viele der Teilnehmenden gaben an, einen neuen Ort der vorurteilsfreien Begegnung kennengelernt zu haben, welcher zudem die Möglichkeit biete, sich auch zukünftig gesellschaftlich zu engagieren. Ressentiments gegenüber Menschen anderer Nationalitäten wurden hinterfragt und konnten sukzessive abgebaut werden. Aber auch für die syrischen, afghanischen, eritreischen, guineischen und somalischen BVJ-Schüler*innen boten die Sozialen Lerntage einige angenehme Nebeneffekte: So konnten sie ihre deutschen Sprachkenntnisse sowohl auf umgangs- als auch auf fachsprachlicher Ebene verbessern und ihre interkulturelle Kompetenz stärken."
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Daniela Schaaf
Lehrerin BVJ - Berufsbildende Schulen III Halle (Saale) - Johann Christoph von Dreyhaupt

3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Lernwochen

Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt bei Ihren Auszubildenden wichtig?

"Die Förderung von Vielfalt hilft, soziale, persönliche und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln. Durch Selbstreflexion des täglichen Handelns und Verhaltens werden diese Kompetenzen sukzessive entwickelt. Die Auszubildenden lernen, Verantwortung für sich, andere und die eigene Arbeit zu übernehmen. Probleme und Konflikte können nicht nur erkannt, sondern auch offen und vor allem konstruktiv angegangen werden. Diese Kompetenzen lassen sich während der Ausbildung und der späteren Beschäftigung den Bürgern gegenüber wertschätzend nutzen."

Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Lernwochen von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Auszubildenden dazu leisten?

"Die Lernwochen finden gezielt während des 1. Ausbildungsjahres statt. Der Übergang von der Schule zum späteren Beruf ist zentrales Element. Durch die Lernwochen werden die Auszubildenden konkret mit der Entwicklung ihrer Kompetenzen konfrontiert und setzen sich in einer für sie fremden Arbeitswelt unter Betreuung damit auseinander. Gerade anfängliche Berührungsängste und ggf. vorhandene Vorurteile lassen sich rasch abbauen."

Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Lernwochen mit Ihren Auszubildenden beschreiben?

"Die Stadtverwaltung Halle (Saale) entsendet bereits seit vielen Jahren ihre Auszubildenden in die durch die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V angebotenen Lernwochen. Hierbei stellen wir Jahr für Jahr fest, dass die Auszubildenden, auch nach den erfolgten Workshops, im täglichen Umgang und der fachlichen Arbeit neue Ansätze probieren und reich an Erfahrungen mit offenen Ansichten zurückkehren."

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Steve Müller
Team Personalgewinnung - Stadtverwaltung Halle (Saale)

3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Lernwochen

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt Bei Ihren Auszubildenden wichtig?

"Durch die Lernwoche wird die Ausbildung nochmal um eine Facette bereichert, die den Blickwinkel der Azubis erweitert. Dabei steht das Verständnisentwickeln für die Lebenssituationen und den Umgang mit den Personen im Vordergrund. Dies hilft im beruflichen so wie auch im privaten Kontext."

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Lernwochen von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Auszubildenden dazu leisten?

"Hier wollen wir bei den Azubis speziell die sozialen Kompetenzen stärken und eventuelle Vorurteile abbauen. Es hilft Ihnen auch im Arbeitsleben, um sich auf die Menschen, die im Unternehmen auch teils als Kunde auftreten, entsprechend einstellen zu können."

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Lernwochen mit Ihren Auszubildenden beschreiben?

"Die Stadtwerke führen die Lernwochen schon seit einigen Jahren mit der Freiwilligen-Agentur durch. Hierbei haben wir einen guten Partner, der die Woche organisiert, aber auch durch entsprechende Vor- und Nachbereitungsworkshops die Auszubildenden super darauf vorbereitet und eine Reflexion des Erlebten durchführt. Die Azubis berichten teils von sehr schönen Erlebnissen und auch über die Dankbarkeit von Menschen, dass manchmal nur jemand da ist und zuhört."
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Dirk Grötzebauch
Ausbildungsleiter - Stadtwerke Halle GmbH

3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Lernwochen

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt Bei Ihren Auszubildenden wichtig?

"Der Beruf des Fachinformatikers, zu dem die meisten unserer Auszubildenden qualifiziert werden, ist von Natur aus eher weniger stark geprägt vom Kontakt mit Kunden. Jedoch wächst die Bedeutung von Teamarbeit mit der Größe der msu solutions GmbH immer weiter, was die Förderung von Softskills wie Sozialkompetenz im IT-Bereich unserer Firma unerlässlich macht. Ganz davon abgesehen ist es auch im Interesse der Auszubildenden, die Lernwoche zu nutzen, um die eigenen Fähigkeiten in diesem Bereich zu erweitern und zu stärken, um verschiedene Berufs- und Lebenssituationen meistern zu können."

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Lernwochen von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Auszubildenden dazu leisten?

"Die Tätigkeiten an den unterschiedlichen Lernorten haben hauptsächlich mit dem Kontakt und dem Umgang mit Menschen zu tun. Dadurch kommen unsere Auszubildenden in ein Arbeitsumfeld, welches sich von dem der msu solutions GmbH unterscheidet. Dadurch können sie Situationen erleben, welche durch ihre Ungewohntheit einen größeren Erfahrungszuwachs bieten, als es das normale Alltagsgeschehen in der Ausbildung könnte."

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Lernwochen mit Ihren Auszubildenden beschreiben?

"Die msu solutions GmbH hat das Angebot der Lernwoche von „MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ 2018 das erste Mal in Anspruch genommen. Rückblickend kann ich sagen, dass es ein Erfolg war. Unsere Auszubildenden waren sich ein wenig unsicher, was auf sie zukommen würde, allerdings wurden sie durch den Vorbereitungsworkshop beruhigt und die letzten Zweifel sind während der Lernwoche verflogen. Danach sprachen sie positiv von den neuen Erfahrungen, die sie dort gemacht haben, und fragten mich bereits nach dem nächsten Termin. Auch in Zukunft werden wir jedes Jahr die Auszubildenden aller 3 Jahrgänge zur Lernwoche anmelden und erhoffen uns daraus langfristig einen Gewinn sowohl für die Ausbildung unserer Lehrlinge als auch für die Zusammenarbeit mit ihnen."
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Christian Dockhorn
Leiter Ausbildung - MSU Solutions GmbH

3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Lernwochen

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt Bei ihren Auszubildenden wichtig?

"Ziel unserer Auszubildenden ist es, unsere Kunden in vielfältigen Situationen zu betreuen und zu beraten. Hierbei kommen sie unweigerlich mit einer Vielzahl von unterschiedlichsten Personen in verschiedensten Situationen in Kontakt (Kunden, Vorgesetzte, Ausbilder, Kollegen). Förderung von Vielfalt bedeutet gleichzeitig Toleranz und Verständnis für das „Anderssein“ und Verhalten anderer Menschen zu entwickeln. Es werden Vorurteile abgebaut, Selbstsicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten erlangt, die Kommunikation und Empathie gestärkt, Verantwortung für sich selbst und andere übernommen und vieles mehr. Die sukzessive Entwicklung und Stärkung dieser sozialen und persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten sind Schlüsselkompetenzen für eine erfolgreiche Ausbildung, kompetente und vorurteilsfreie Beratung und eine gute berufliche Zusammenarbeit."

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Lernwochen von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Auszubildenden dazu leisten?

"Die Lernwochen ermöglichen unseren Auszubildenden, sich zwei Wochen in fremden Lebenswelten mit ihren Stärken und Potentialen auseinander zu setzen. Durch die bewusste Konfrontation mit ungewohnten Situationen und Menschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, lernen unsere Auszubildenden, offen mit Vielfalt und dem „Anderssein“ umzugehen. Die Auszubildenden verlassen während der Lernwochen ihre Komfortzone und stellen sich dadurch Herausforderungen, an denen sie und ihr Selbstbewusstsein wachsen. Durch den Umgang mit verschiedenen Menschen werden Berührungsängste und Vorurteile abgebaut. Die Auszubildenden entwickeln ein Gespür für die Bedürfnisse ihrer Gesprächspartner, wodurch es ihnen leichter fällt mit unterschiedlichen Menschen angemessen umzugehen. Durch die sozialen Lernwochen erhalten unsere Auszubildenden mehr Sicherheit im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern und erkennen, dass herausfordernde Situationen immer eine Chance beinhalten, sich selbst weiterzuentwickeln."

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Lernwochen mit Ihren Auszubildenden beschreiben?

"Unsere Sparkasse hat die sozialen Lernwochen seit 2015 als festen Bestandteil in ihrem Ausbildungsplan integriert. In einem Zeitraum von zwei Wochen ermöglichen wir unseren Auszubildenden, gleich in zwei verschiedenen sozialen Einrichtungen aktiv zu werden und Erfahrungen zu sammeln. Eine gute Vorbereitung und Nachbereitung stellt dabei den Erfolg der Lernwochen sicher. Hierbei werden wir von Beginn an durch die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. unterstützt. Durch professionelle Workshops wird sichergestellt, dass die erlangten Erfahrungen während der Lernwochen bewusst durch die Auszubildenden reflektiert und in das tägliche Berufsleben übertragen werden. In der Ausbildung als auch im späteren Berufsleben, agieren unsere Auszubildenden mit unterschiedlichen Personen, Situationen, Verhaltensweisen und Eigenschaften. Wir beobachten, dass unsere Azubis dieser Vielfalt nach den Lernwochen offener und selbstsicherer begegnen."
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Jana Karich
Mitarbeiterin Personal - Sparkasse Mansfeld-Südharz

3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Lernwochen

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt bei Ihren Auszubildenden wichtig?

"Mit Vielfalt umgehen zu lernen, auf Kollegen im Team zugehen, immer wieder den Mut zu haben die nötigen Fragen zu stellen ist Ausbildungsalltag bei uns. Wie lernt ein Jugendlicher die geforderte Teamarbeit? Das ist eine Frage die sich Ausbilder stellen müssen und dann förderliche Ausbildungsbausteine gestalten die solch nützliche Erfahrungen für den Azubi bereithalten."

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Lernwochen von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Auszubildenden dazu leisten?

"Dieser Ausbildungsbaustein ist enorm wertvoll. Azubis erweitern ihren Erfahrungsschatz im Umgang mit dem Fremden und Neuem enorm. Selbstvertrauen wächst und der Blickwinkel auf die Mitmenschen wird geschärft und teilweise neu ausgerichtet. Der Azubi berichtet nach den Lernwochen von seinen Erfahrungen. Oft bemerken sie hier, dass sie deutlich mehr „leisten“ können als sie sich selbst zutrauten."

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Lernwochen mit Ihren Auszubildenden beschreiben?

"Die Lernwoche ist sehr gut strukturiert und fundiert konzipiert. Ein Vorbereitungsworkshop und ein Nachbereitungsworkshop flankieren die Lernwoche ausführlich. Azubis gehen gut vorbereitet in die eigentlichen Lernwochen. Unser Unternehmen ist für diese pädagogische und organisatorische Unterstützung dankbar, wäre dieses Angebot doch mit eigenen Ressourcen nicht zu stemmen. Ausbildungsarbeit braucht solche kompetente Partner."
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Matthias Nolte
Betrieblicher Ausbilder - ARYZTA Bakeries Deutschland GmbH

„Aus dem Chemielabor und der Elektronikwerkstatt in eine völlig neue Umgebung - seit vielen Jahren nehmen unsere Auszubildende am Projekt Soziales Lernen in der Ausbildung teil. Oft wissen sie nicht ganz , was sie erwartet und sind skeptisch. Nach einer Woche in Altenpflegeeinrichtungen oder Werkstätten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen kommen sie voller neuer Erfahrungen wieder zu uns. Die gute Vor- und Nachbereitung des Projektes ermöglicht es den Azubis, sich untereinander und mit den pädagogischen Mitarbeitern auszutauschen.“
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Andrei Kretschmer
Leiter Ausbildungsverbund Olefinpartner e.V.