3 Fragen an Umsetzungspartner*innen von "MitWirkung! – Vielfalt lernen in der Ausbildung“ - Lernwochen

1. Warum ist Ihnen die Förderung von Vielfalt Bei Ihren Auszubildenden wichtig?

Unsere Azubis kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens und kennen in der Regel nach der Schule nur die SONOTEC, welche für sie ein gewohntes Umfeld bildet. Die Arbeitswelt ist für die meisten Schulabgänger Neuland und sie müssen neben den fachlichen auch ihre sozialen Kom-petenzen noch entwickeln. Da die Soft Skills oftmals kein Ausbildungsinhalt sind, fallen diese im Alltag meist hinten runter. Für uns ist es wichtig, dass sich die jungen Erwachsenen auch diese Fähigkeiten aneignen, da sie auch im Unternehmen den Umgang mit den verschiedenen Menschen und Teams haben. Wir pflegen einen guten Umgangston und möchten dies auch den jungen Leuten mit auf den Weg geben. Der Lernauftrag bezieht sich jedoch nicht nur auf den eigenen Arbeitsplatz, sondern auch darauf den Blick mal etwas weiter wandern zu lassen und Vorurteile im Alltag abzubauen, sowie mehr Verständnis und Toleranz für seine Mitmenschen aufzubringen. Dies fördert die gegenseitige Wert-schätzung und den Respekt im Berufsalltag bei SONOTEC, sowie auch darüber hinaus.

2. Welchen Beitrag können in Ihren Augen die Lernwochen von "MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung" für Ihre Auszubildenden dazu leisten?

Durch die Lernwoche haben die Jugendlichen ihre eigene Komfortzone verlassen und sich auf ein Expe-riment eingelassen. Das kostete natürlich einiges an Überwindung, in Verbindung mit einer gewissen Angst, was jetzt auf sie zukommt. Unsere Auszubildenden haben andere Bereiche der Arbeitswelt ken-nengelernt, die sie sonst so nie entdeckt hätten. Sie sind ein wenig über ihren eigenen Schatten ge-sprungen und haben so neue Erkenntnisse erlangt, die ihre eigene Entwicklung stärken. Am Ende konn-ten unsere Auszubildenden alle sehr stolz auf sich sein. Und wir als Unternehmen waren begeistert, wie reflektierend und mit wieviel Respekt sie von ihren Tätigkeiten in der Lernwoche gesprochen haben.

3. Wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Lernwochen mit Ihren Auszubildenden beschreiben?

SONOTEC hat im Jahr 2019 das erste Mal an der Lernwoche über die Freiwilligen Agentur teilgenom-men. Da diese Woche etwas Neues im Unternehmen war, standen unsere Azubis dieser zunächst skep-tisch gegenüber. Durch den sehr guten Vorbereitungsworkshop konnten erste Zweifel beseitigt wer-den und es wuchs auch eine gewisse Vorfreude. Nach der Rückkehr ins Unternehmen holten wir uns natürlich die Rückmeldung der Azubis ein. Diese waren rundum sehr positiv. Am Ende waren alle über-zeugt und gaben ein klares Signal, dass diese Woche auch ihnen etwas gebracht hat.
Für uns im Personalbereich und als Initiatoren dieses Ausbildungsinhaltes ist es sehr schön zu sehen, wie anerkennend die Reaktionen am Ende waren und wir werden dies auch mit den kommenden Azu-bi-Jahrgängen versuchen umzusetzen. Auch die Organisation der Freiwilligen Agentur war sehr profes-sionell. Unsere Ansprechpartner standen uns jederzeit vertrauensvoll und kompetent zur Seite. Für uns hat sich die Entscheidung als richtig erwiesen und wir sind davon überzeugt, damit einen Beitrag für ein Stück weit mehr Toleranz und Wertschätzung im Unternehmen und darüber hinaus geschaffen zu ha-ben.

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Jacqueline Sikora
Personalreferentin - SONOTEC GmbH